Künstler

Sinfonieorchester Liechtenstein

Orchester

In der Konzertsaison 2020 widmete sich das Sinfonieorchester Liechtenstein über weite Strecken dem Oeuvre Ludwig van Beethovens, der im Jahr 2020 seinen 250. Geburtstag feierte. In den beiden ABO-Reihen „SOL im SAL“ und „ERLEBE SOL“ kamen seine Sinfonien, Violin- und Cellosonaten, Ouvertüren, Streichquartette sowie sein einziges Septett zur Aufführung. Ebenso konnte „Im weissen Rössl“ zusammen mit der Operette Balzers noch erfolgreich über die Bühne gebracht werden, bevor die Coronakrise das Sinfonieorchester Liechtenstein auf der Bühne verstummen liess. Mit den Werdenberger Schloss-Festspielen fand das Sinfonieorchester Liechtenstein für zehn Aufführungen von „Carmen“ den Weg in den Orchestergraben zurück. Auch das alljährliche Freundeskreis-Konzert konnte erstmals in zweifacher Ausführung stattfinden und verzeichnete dabei einen Zuwachs im Publikum und Freundeskreis.

Das TAK – Vaduzer Weltklassik-Konzert, das 2. ABO-Sinfoniekonzert „SOL im SAL“, die geplanten Aufführungen mit dem Chorseminar Liechtenstein und das Festival VADUZ CLASSIC fielen jedoch der Corona-Pandemie zum Opfer, jedoch kann letzteres im Jahr 2021 mit dem gleichen Programm nachgeholt werden.

Während des Sommers erreichte das Sinfonieorchester Liechtenstein die erfreuliche Botschaft, dass es in zwei Kategorien für einen „OPUS KLASSIK“-Preis nominiert wurde. Anlass dafür war die Live-Einspielung auf CD der sinfonischen Tondichtung „Wallenstein“ von Josef Gabriel Rheinberger.

Im Jahr 1988 gründeten liechtensteinische Musikerinnen und Musiker das „Liechtensteinische Kammerorchester“. Inzwischen trägt es den Namen Sinfonieorchester Liechtenstein und ist ein fester Bestandteil des Kulturlebens im Fürstentum Liechtenstein. Seit der Professionalisierung des Sinfonieorchesters Liechtenstein gelang es binnen der letzten neun Jahre, die künstlerische Qualität und die Aussenwirkung des Orchesters durch eine vermehrte Proben- und Konzerttätigkeit, eine Repertoire-Erweiterung, eine personelle Vergrösserung des Streicherapparats sowie hochwertige neue Instrumente (Kontrabässe und Pauken) signifikant zu steigern.

Das Sinfonieorchester Liechtenstein kann auf eine künstlerische Zusammenarbeit mit berühmten Solistinnen und Solisten verweisen. Publikumsmagnete wie Louise Alder, Kit Armstrong, Caroline Campbell, Emmanuel Ceysson, David Garrett, Maximilian Hornung, Lang Lang, Sebastian Manz, Sabine Meyer, Arabella Steinbacher, Rolando Villazón und Lars Vogt steigerten das öffentliche Interesse enorm. Seine Rolle als aktiver Förderer des solistischen Nachwuchses wurde jedoch bald ebenso geschätzt. Regelmässig lädt das Orchester mehrfach prämierte junge Talente wie etwa Diana Adamyan, Marc Bouchkov, Petrit Çeku, Dmytro Choni, Sara Domjanić, Frank Dupree, Filippo Gorini, Andrei Ioniţă, Aaron Pilsan, Kian Soltani und Veriko Tchumburidze nach Liechtenstein ein. Etliche junge Gastsolistinnen Gastsolisten haben inzwischen international Karriere gemacht, sodass das Orchester dazu übergegangen ist, viele Solokonzerte an Rising Stars zu vergeben.

Die neu geschaffene Position des Chefdirigenten nahm bis 2015 der österreichische Dirigent und Pianist Florian Krumpöck ein. 2016 reichte er den Taktstock an Stefan Sanderling weiter, der das Orchester bis 2018 leitete. Seitdem ist Intendant Dražen Domjanić auch für die künstlerische Leitung verantwortlich. Anstatt eines Chefdirigenten arbeitet das Sinfonieorchester Liechtenstein seit 2018 mit verschiedenen Gastdirigenten zusammen, darunter Vladimir Ashkenazy, Frank Dupree, Lawrence Foster, Kevin Griffiths, Uroš Lajovic, Sebastian Lang-Lessing, Wayne Marshall, Yaron Traub und Guerassim Voronkov.

Das Sinfonieorchester Liechtenstein ist neben der Gemeinde Vaduz Mitbegründer der Vaduz Classic Stiftung, die im August 2017 erstmals das neue Festival VADUZ CLASSIC in der Hauptstadt präsentierte. Neben den bisherigen Konzerten, bei denen das Sinfonieorchester Liechtenstein bereits auswärts auftrat, kamen 2018 mit „La Traviata“ von Giuseppe Verdi und 2020 mit „Carmen“ von Georges Bizet zusätzliche Engagements bei den Werdenberger Schloss-Festspielen hinzu.

In seiner nun 33. Konzertsaison 2021 verschreibt sich das Sinfonieorchester Liechtenstein bei seinen Sinfoniekonzerten der deutschen und russischen Romantik wie dem Brahms’schen Klavierquartett in der Orchestrierung von Arnold Schönberg oder der sechsten Sinfonie („Pathétique“) von Peter I. Tschaikowski. In der Kammermusikreihe schlägt das Sinfonieorchester Liechtenstein in dieser Spielzeit einen anderen Kurs unter dem Motto „Klassik mal nicht ganz klassisch“ ein und präsentiert teils bekannte Werke in besonderen Besetzungen oder originellen Bearbeitungen. Ausserdem kam die alljährliche Einladung zur Konzertreihe „Vaduzer Weltklassik“ des TAK hinzu, die die Bandbreite des Sinfonierochesters Liechtenstein widerspiegelt. Neben dem ebenfalls um ein Jahr verschobenen Festival VADUZ CLASSIC mit dem Thema „Magische Momente der Filmmusik“ wurde dem Sinfonieorchester Liechtenstein eine besondere Ehre zuteil – nämlich die Austragung der Preisverleihung der „International Classical Music Awards“ in Vaduz. Hochrangige Vertreter der klassischen Musikszene sowie Musik- und Fachjournalisten aus zahlreichen europäischen Ländern rückten das Sinfonieorchester Liechtenstein hierbei in den Mittelpunkt des Musikgeschehens. Zu guter Letzt blickt das Sinfonieorchester Liechtenstein auf ein sehr erfolgreiches Gastspiel in der Tonhalle Maag in Zürich im Mai 2021 zurück. Auch ohne grosse Feierlichkeiten kann das Sinfonieorchester Liechtenstein in seiner 33. Konzertsaison wieder eine abwechslungsreiche Spielzeit präsentieren.

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